Zusammenfassung Verschwörungstheorien

Zusammenfassung Verschwörungstheorien/Pascal Wagner-Egger/Psychoscope 2/2018

Immer noch und immer wieder werde ich mit Verschwörungstheorien konfrontiert. Es wundert mich wirklich sehr, dass sogar Menschen aus meinem nächsten Umfeld Anhänger solcher Theorien sind und mir, gut gemeint, ihre vermeintliche Wahrheit über das System, die Regierung und die Weltpolitik näherbringen wollen. Das zwingt mich jetzt wieder dazu, mich erneut damit auseinander zu setzen. Vergleiche ich diese mir bekannten Personen miteinander so finde ich bestimmte Ähnlichkeiten und Muster, die auf eine bestimmte psychische Grundstruktur hinweisen. Ein Bericht im Psychoscope 2/2018 bietet hierzu eine gute Übersicht. Der Einfachheit halber habe ich diesen Artikel zusammengefasst.

Verschwörungstheorien gab es schon immer, derzeit haben sie jedoch Hochkonjunktur, insbesondere im Internet und den sozialen Netzwerken. Viele Menschen glauben an solche Theorien, wobei unter Verschwörungstheorie eine naive Erklärung eines gesellschaftlich bedeutenden Ereignisses wie der Tod eines Promis, eine Klimakatastrophe, ein Terroranschlag oder Flugzeugabsturz verstanden wird, welche die offizielle Version infrage stellt und eine Intervention einer im Verborgenen agierenden Gruppe annimmt. Dabei ist die große Mehrheit der im Internet und anderswo kursierenden Verschwörungstheorien im besten Fall spekulativ und im schlimmsten Fall absurd.

Statistisch gesehen steht fest, dass der Großteil der Verschwörungstheorien falsch ist. Doch das größte Problem besteht nicht darin, dass sie kaum oder nicht fundiert sind, sondern darin, dass sie zu Risikoverhalten führen können, wie der Verweigerung von Impfungen oder gar Terrorismus.

Seit einigen Jahren bemühen sich Forschende der Psychologie, die persönlichen und sozialen Faktoren zu identifizieren, die Menschen dazu bringen, an Verschwörungstheorien zu glauben.

Forschende identifizierten mehrere kognitive Prozesse beziehungsweise Verzerrungen: Personen, bei denen der Glaube an Verschwörungstheorien am ausgeprägtesten ist, tendieren stark zu Anthropomorphismus, das heißt, sie schreiben Gegenständen und

Tieren menschliche Intentionen zu. Zudem wurde in einigen Studien, beispielsweise in den 2011 und 2014 veröffentlichten Arbeiten des Psychologen Viren Swami, eine negative Korrelation zwischen Intelligenz und Verschwörungstheorien festgestellt. Insbesondere eine experimentelle Studie zeigte, dass ein stärkerer Glaube an Verschwörungstheorien mit einer Art intuitivem, nichtrationalem Denken sowie einem geringeren Maß an analytischem Denken und Offenheit einhergeht.

Häufig besteht auch die Neigung, bedeutenden Ereignissen, wie dem Tod von Prinzessin Diana im Jahr 1997, bedeutende Ursachen zuzuschreiben. Beispielsweise eine Verschwörung, statt schlicht und einfach Pech, als Ursache eines Unfalls zu vermuten.

Auf soziopolitischer Ebene wurde die Verschwörungsmentalität in zahlreichen Forschungsarbeiten mit einem Gefühl der Anomie – einer Mischung aus Misstrauen gegenüber den Behörden, dem Gefühl, keine Kontrolle über sein Leben zu haben, und Unzufriedenheit – sowie mit einer extrem rechten (und manchmal, wenngleich seltener, extrem linken) Gesinnung in Zusammenhang gebracht. Durch diese Merkmale wird der Glaube an Verschwörungstheorien zu einer spezifischen politischen Haltung, die für gesellschaftliche Randgruppen charakteristisch ist.

Auf Ebene der Persönlichkeit besteht ein Zusammenhang zwischen dem Glauben an Verschwörungstheorien und bestimmten tendenziell pathologischen Merkmalen wie der Schizotypie – eine Persönlichkeitsstörung, die durch Paranoia (das Gefühl, beobachtet zu werden, dass andere einem etwas verübeln und so weiter) sowie durch eine zur Isolation führende Sozialphobie gekennzeichnet ist und mit wahnhaften Verhaltensweisen und Gedanken einhergeht. Darüber hinaus wurde in der Forschung ein Zusammenhang zwischen Verschwörungsglauben und geringem Selbstwertgefühl festgestellt.

Die von der Forschungsgruppe (Jan Willem van Prooijen) befragten Personen tendierten in Situationen der Unsicherheit beziehungsweise fehlender Kontrolle in stärkerem Masse zu Verschwörungstheorien, um wieder das Gefühl zu haben, die Situation zu kontrollieren.

Der französische Wissenschaftler Anthony Lantian und sein Team zeigten 2017 außerdem, dass das Gefühl, einzigartig zu sein, als Katalysator des Glaubens an Verschwörungstheorien fungieren kann: Dabei hat die betreffende Person das Gefühl, anders oder sogar der „Schafherde“ überlegen zu sein, die die offizielle Version naiv glaubt. Dies könnte auch die Korrelation zwischen geringem Selbstwertgefühl und Verschwörungsglauben erklären.

Diese Bestandsaufnahme der Forschung zu Verschwörungstheorien ergibt ein wenig erfreuliches Bild. Eine Vielzahl von Studien zeigt, dass solche Theorien von einer wenig rationalen Sinnsuche von Individuen oder marginalisierten Gruppen herrühren. Sie zielen nicht auf Wahrheitssuche ab, sondern erfüllen in erster Linie eine psychologische und soziale Funktion: Sie dienen der Sinnsuche oder dem Kontrollstreben in einer als chaotisch empfundenen Welt.

Überraschender Besuch

Bei diesem Wetter bin ich viel im Garten. Schon am Morgen zum Frühstücken und zur Zeitungslektüre. Das passt gut, denn danach kann ich gleich mit meiner Gartenarbeit anfangen. Heute jedoch ist mal wieder alles anders, denn plötzlich geht die Türe zum Garten auf und meine Freundin, -nennen wir sie Helga-, erscheint gerade als ich mit der Arbeit am neuen Insektenhotel begonnen habe.

„Schön, dass du da bist“ sage ich und verzichte auf die übliche dicke Umarmung. Man soll ja immer noch vorsichtig sein, es ist ja noch Corona.

Sie war bei ihrem Hausarzt, der seine Praxis von uns aus quer über der Straße hat. Dort sei Blut abgenommen worden und sie sei noch vollkommen nüchtern. Als mein und ihr Blick auf das noch stehende Frühstücksgeschirr fällt, wird es mir klar.

„Möchtest du noch was frühstücken?“ Es ist inzwischen schon 09:30 Uhr.

„Ja, sehr gerne“ kommt die überraschende Antwort.

Schnell sortiert sich in meinem Kopf ein neuer Tagesarbeitsplan. Alles wird virtuell nach hinten verschoben und Einiges sogar auf den nächsten Tag verlegt.

Zum Glück habe ich einige Sachen für das  Frühstück als Reserve im Gartenhaus im Kühlschrank. Schnell lege ich ein neues Gedeck auf.

„Möchtest du auch ein Brot essen?“

„Gerne, Marmelade reicht wenn du da hast. Und vielleicht etwas Butter. Und für den Kaffee nur Milch, keinen Zucker.“

Ich stelle alle meine Leckereien auf den Tisch und auch einige von meinen Lieblingskeksen. Schokowaffeln habe ich schon immer sehr gerne gemocht. Wenn ich die auf den Tisch stelle bedeutet das etwas in unserer Freundschaft, jedoch für mich einen unendlichen Verlust an Gaumenfreude. Schwupp, sind die ersten beiden Kekse schon in ihrem Mund verschwunden. Vorsorglich habe ich von den 21 Waffeln, die ich noch habe, nur 5 hingestellt. Diese Schokowaffeln sind immer sehr begehrt, deshalb zähle ich sie immer ab und kann so jeden Abend, über den täglichen Schwund, genau berechnen wie lange die noch halten. Und ich weiß auch genau, wenn wieder einige davon heimlich gemobbst wurden.

Nun will ich mich aber noch etwas in den Vordergrund rücken und auch bei einem möglichen Gegenbesuch in Vorleistung gehen.

„Möchtest du auch noch ein Spiegelei dazu?“

„Oh, das wäre ja köstlich.“

Ich glaube schon, dass ich diese Frage eigentlich nur so gestellt habe und meinem  Tonfall nach wäre eigentlich ein klares „Nein Danke“ zu erwarten gewesen.

Aber Helga ist heute anders. Sie will ein Spiegelei. Sie müsste doch wissen, dass ich dafür wieder ins Haus gehen und die Eier und die Pfanne holen muss. Sie müsste doch auch wissen, dass ich gar nicht mehr so gut zu Fuß bin und mir das Laufen wirklich Mühe macht. Wahrscheinlich wird sie schnell wieder einige Schokowaffeln vertilgen, wenn ich weg bin. Im Kopf registriere ich: „Noch 3 Schokowaffeln“ und straffe meinen Tagesarbeitsplan weiter.

Ich hole alle Sachen von oben, stelle die Pfanne auf den Herd im Gartenhaus, schlage das Ei hinein, gehe zum Gemüsebeet und schneide noch etwas Schnittlauch, gehe in die Garage und hole noch eine Flasche O-Saft. Die Schokowaffeln sind inzwischen weiter geschrumpft, jetzt ist nur noch ein Keks vorhanden.

Helga scheint es zu schmecken. Sie wirkt wie ausgehungert und sieht, -nachdem die Waffeln ihren Zuckerspiegel gehoben haben- jetzt sehr zufrieden aus. Ich frage sie jetzt nicht, wie sonst üblich, ob sie noch ein Gläschen Sekt haben möchte. Sekt trinkt sie immer gerne, auch wenn sie Auto fahren muss. „Eins geht immer.“ Ich weiß genau, sie würde ja sagen, aber dazu müsste ich in den Keller gehen und wie gesagt, ich bin nicht gut zu Fuß.

Helga frühstückt ausgiebig und erzählt und erzählt und wir haben zusammen eine schöne Zeit. Ich freue mich wirklich dass, sie da ist und ich sie mal wieder sehen kann.

„So, jetzt muss ich aber gehen, sonst schaffe ich meinen Tagesplan nicht“, sagt sie quasi zum Abschied.  

Ich freue mich dass wenigstens ihr Tagesplan noch im Lot ist. Das Leben ist manchmal grausam und für Freundschaften muss man eben auch Opfer bringen.

Zum Abschied greift sie nach der letzten Schokowaffel und steckt sie genüsslich in den Mund als wüsste sie, dass dies die absolut letzte Waffel auf dem Teller ist, abgesehen von den 16 Waffeln in der Reserveschublade. Wenigstens die hätte sie mir doch noch lassen können!

Ich mag meine Freunde sehr und freue mich immer wieder, wenn jemand überraschend vorbeikommt. An dem Problem mit den Waffeln muss ich halt noch arbeiten.

Das Altern – ein endlicher Prozess

Das Altern – ein endlicher Prozess

Noch ein paar Jahre früher habe ich mir viel mehr Gedanken über das älter werden gemacht. Ich habe mich gewehrt dagegen und wollte es lange nicht wahrhaben, aber es holt mich so oft ein, dass ich zum Umdenken gezwungen werde. Klar, der Körper hat viel erlebt, viel durchgemacht, auch viel erlitten, und so wehrt der sich nach Kräften, indem er nach Pausen und Ruhe verlangt. Erst konnte man alles noch überbügeln. „Kannst du mir das mal von oben holen?“ „Nein, ich habe gerade keine Zeit“ oder es kommt eine andere Ausrede. Ausreden sind auf Dauer  nicht mehr so stichhaltig und so muss man irgendwann doch zugeben: „Ich kann gerade nicht, mein Knie tut weh“.

Der Prozess läuft nicht so sehr auf geistig Ebene, aber gewaltig auf der körperlichen Seite. Und so reduziert sich nach und nach das Aktionsniveau und pegelt sich auf niedrigerer Stufe ein. Natürlich ist es auch schön im Garten zu sitzen und den Vögeln nachzuschauen, aber was hätte man früher alles machen können. Statt dessen höre ich mich sagen: “Ach, ich sitze gerne im Garten, hier ist es so schön ruhig“. Geistig fühlt man sich noch einigermaßen leistungsfähig, kann Prozesse und Hintergründe erfassen und einordnen, kann mit seiner Erfahrung arbeiten. Schnelle Lernprozesse in kurzer Zeitspanne sind jedoch nicht mehr so einfach. Ich merkte das schon an Fasching: Sich einen Text reproduzierbar – so wie früher – zu merken, dauert viel viel länger und kostet viel viel mehr Anstrengung. Kein Wunder, dass automatisch die Lust darauf nachlässt.

Interessant ist natürlich die Frage wie trotz aller Verluste, Abbauprozesse und unwiderruflichen Einschränkungen ein positives Selbstwertgefühl und geistiges Wohlbefinden erreicht werden kann. Diese Altersresilienz erlaubt es dann, die besonderen Herausforderungen im zunehmenden Alter zu bewältigen. Es geht ja nicht mehr darum, den Gewinn zu steigern, sein Umfeld zu erweitern oder neue Arbeitsprozesse zu lernen, sondern es geht darum, seine noch vorhandene Kraft dafür zu investieren, sich an Verluste (z.B. Einschränkungen durch Operationen) besser anzupassen und so das Alter mit einer gewissen Akzeptanz zu gestalten.

Ich habe gerade einen Freund getroffen; er ist etwas jünger als ich und er hat sich vor Jahren ein riesiges Gehöft gekauft, um dort eine Pferderanch aufzuziehen. Er hat schon so viel Arbeit investiert, ist aber noch lange nicht fertig. Für mich, in meiner momentanen körperlichen Verfassung – und es geht mir gar nicht sooo schlecht – wäre das ein nicht mehr durchführbares Unterfangen. Zum Glück lässt auch die Lust darauf nach, so dass ich mich im Rahmen meiner Altersresilienz im vorhandenen Garten verwirkliche. Das unterscheidet mich jetzt gerade von meinen Kindern. Die haben noch viele Pläne für jetzt und für die Zukunft. Und so kommt es auch dazu, dass sich die Jugend mit ihren Ansichten und das Alter mit seinen Einschränkungen, schon alleine in der Planung auseinander bewegem.

Wichtig ist sicher der Aspekt der Zufriedenheit im Alter. Zufriedenheit mit dem, was jetzt gerade ist und Zufriedenheit mit dem, was dein Leben ausgemacht hat und gerade ausmacht. Simone de Beauvoir hat eine Abhandlung über das Alter geschrieben. Danach ist das Leben wie ein Gesamtwerk zu betrachten, welches wir erschaffen haben und beeinflussen und das wir als wertvoll betrachten. Die Betrachtung können wir aber erst vornehmen, wenn wir älter sind. Jetzt können wir das Leben rückblickend wie ein Lebenswerk in seiner Gesamtheit sehen und es annehmen so wie es ist, mit guten und mit weniger guten Seiten.

Man kann es aber auch so betrachten wie ein Fußballspieler: früher hast du sehr gerne gespielt und bist dem Ball hinterher gejagt. Wenn jetzt der Ball auf dich zukommt ist es in Ordnung. Du versuchst immer noch den Ball zu stoppen und zu verwandeln. Aber du gehst keine weiten Wege mehr.

In diesem Sinne, ein schönes Alter!

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Endzeitszenario

Beerdigung.

Warum dieses Thema gerade heute beim Frühstück wieder aufgekommen ist, weiß ich nicht. Wahrscheinlich eine Folge der Krise in welcher man auch mal über Endszenarien spricht. Und gerade als ich anfange mein frisches Dreisaatbrötchen zu essen.

„Ob ich nicht doch verbrannt werden will?“ fragt meine Frau zum wiederholten Male.

„Nein, ich will normal beerdigt werden! Nicht verbrannt! Das ist mir viel zu heiß!“ antworte ich empört. Mein ganzes Leben lang habe ich die Sonne gemieden, weil sie mir einfach immer zu warm war. Und dann soll ich bei meinem letzten Gang, quasi beim letzten Atemzug,  in die Flammen. Kommt nicht in Frage! Vor lauter Schreck ist die Marmelade vom Brötchen auf mein Hemd und auf die Tischdecke getropft.

„Ein Sarg ist doch viel traditioneller“ werfe ich mehr zaghaft ein.

„Aber wenn du tot bist, merkst du doch gar nicht mehr dass du verbrannt wirst“, stellt meine Frau fest.

„Ja weißt du das? Hast du schon mal jemand getroffen der davon erzählen konnte? Hast du nicht, oder?“ halte ich dagegen.

Der nächste Einwurf von ihr der mich überzeugen soll: „Unser Familiengrab ist voll. Eltern und Großeltern und ein unverheirateter Onkel sind schon darin beerdigt. Da ist kein Platz mehr für deinen riesigen Sarg, aber eine kleine Urne wäre möglich“.

Es gibt natürlich bestimmte Vorschriften bei uns, wann und wie viele Menschen in einem Grab beerdigt werden dürfen. Das ist mir jetzt gerade aber egal, und nach meinem Ableben erst recht.

Also gebe ich nicht auf: „Die Eltern liegen noch nicht so lange, aber die Großeltern schon Jahrzehnte. Da hat die Natur doch wieder Platz geschaffen“ denke ich bei mir.

Oder soll sie doch die Großeltern rausholen und verbrennen, die merken doch bestimmt nichts mehr. Ich aber schon, vor allem wenn ich erst kurz vorher gestorben bin; glaube ich zumindest so ein kleines bisschen. Vor lauter Denken wird mir ziemlich heiß, als könnte ich die Flammen schon spüren.

Und überhaupt, das Thema mit der Sonne. Auf meinem Grab soll ein Busch stehen, damit mein Kopf im Schatten liegt. Davon gehe ich nicht ab. Das will ich so und wenn es mein letzter Wunsch ist. Warum soll ich mich im Tod noch ändern, ich habe mich doch sonst auch nie in die Sonne gelegt. Da geht es einfach um das Prinzip. Das muss ich wahrscheinlich direkt in mein Testament schreiben.

Aber generell mag ich die Sonne und den Sommer schon.

„So und jetzt will ich nichts mehr davon hören!“ Mit diesen Worten wische ich die Marmelade von Hemd und Tisch, sammle die letzten Krümel vom Teller und stehe auf. Da gehe ich lieber in den Garten und lege mich freiwillig in die Sonne.

Und die Haare sprießen

Und die Haare sprießen

Heute ist Sonntag, der 5. Fastensonntag, also kurz vor Ostern; Umstellung auf die Sommerzeit. Irgendwie werden die Tage sich immer gleicher und der Tagesablauf sich immer ähnlicher. Woran merke ich überhaupt, dass heute Sonntag ist? Ich sitze wie sonst auch bei dem Wetter im Garten und lese. Die Kirchenglocken hätten jetzt um diese Zeit schon zur Messe geläutet und ich hätte meine Sonntagsklamotten angezogen gehabt, hätte einen Kaffee gemacht und vielleicht Klassik im Radio gehört. Aber es fehlt Einiges. Die Ruhe ist fast dieselbe wie gestern am Samstag, der normalerweise mein Hauptarbeitstag zu Hause ist. Also ziehe ich gleich die Klamotten von gestern wieder an, meine Garten- bzw. Arbeitsklamotten. Zum wiederholten Mal fällt mir eine Haarsträhne nach vorne, stört den Blick, und ich muss sie wieder hochstreichen. Ein Blick in den Spiegel heute Morgen hatte mir schon das Chaos auf dem Kopf gezeigt: mein Gott wie die Haare sprießen; noch schneller als sonst. Und weil sie die letzten Tage auch ungebändigt waren, zeigen sie frech in alle Richtungen. Normalerweise wäre ich schon längst beim Friseur gewesen, um den Wildwuchs zu bekämpfen, aber das geht ja nicht. Ok, es sieht mich eh fast niemand. Ich gehe kaum aus dem Haus und es kommen keine Gäste oder Freunde. Und wenn, dann setze ich halt schnell eine Mütze auf. Aber auf den Geist geht mir der Kopfbusch schon.

Gestern Abend hatten wir über „Zoom“ eine Videokonferenz mit Freunden. Endlich mal wieder Freunde sehen, auch wenn sie nicht zum anfassen waren. Und dann gleich die erste Frage, ob ich wohl zugenommen hätte in der letzten Zeit. „Wie nett“, dachte ich, denn so lange dauert die Ausgangs- und Bewegungseinschränkung auch noch nicht, dass meine Waage Alarm geschlagen hätte! Lag wahrscheinlich doch an den Gartenklamotten, die ich auch am Abend noch nicht ausgezogen hatte und an den langen wilden Haaren, die meiner sonst so edlen Gestalt nicht gerade schmeicheln. Wahrscheinlich lässt sich mein Körper einfach gehen. Aber das braucht nicht und muss nicht sein! Doch sofort hat sich meine Haltung wieder etwas gestrafft. Nicht aufgeben; das wäre ja gelacht. Und mein Freund mit seinen Komplimenten, nennen wir ihn „Mister X“, hat was von einem A…….

So und jetzt ziehe ich zu meinen alten Klamotten noch meine Schildkappe auf und mache mich trotz Sonntag an die Arbeit. Vorsichtshalber habe ich noch mal den Kalender zu Rate gezogen und der hat mir bestätigt: heute ist ein normaler Sonntag; eigentlich Ruhetag. Ich fühle es anders, deshalb wird heute der Rasen gedüngt. Am Sonntag tue ich Gutes, wenigstens  für den Rasen. Und später steht noch eine Probe mit dem Nachbarn auf dem Programm; gebührender Abstand vorausgesetzt. Wir wollen heute Abend um 18 Uhr zusammen auf dem Balkon spielen, wie es viele andere Musiker auch tun. „Von guten Mächten wunderbar geborgen“. Das soll heute, in der Krisenzeit, überall gespielt werden, weil heute Sonntag ist. Also doch was, woran man den Sonntag erkennt.

Freue mich schon auf morgen. Da ist alles anders und fast normal. Ich darf raus in die „Freiheit“ und zur Arbeit gehen. Aber wenn ich im Spiegel meine Haare sehe, oh Graus. Ich kann doch in der Praxis nicht meine Schildkappe aufsetzen.

Aber in Zeiten von Corona darf ich einfach einen Schutzanzug tragen, einen Mundschutz und zur Not sogar eine Haube für die Haare. Das würde – glaube ich – niemanden stören. Und das Alles lasse ich dann angezogen bis ich wieder zu Hause bin.

Tja, man muss sich nur in jeder Situation zu helfen wissen.

Zeit, um zu Hause zu lernen

Zeit, um zu Hause zu lernen

Wegen der aktuellen Krisensituation sind die Unis, die Gymis, die Schulen und die Kitas und noch vieles andere geschlossen. Aber durchaus sind die Schüler und Kinder angehalten zu Hause zu lernen. Es gibt hierzu genügend Angebot und  technische Möglichkeiten. Auch viele Erwachsene haben homeoffice oder dürfen nicht auf die Arbeit gehe, und haben deshalb die Gelegenheit mit ihren Kindern zu lernen.

Bei diesem schönen Wetter verbringe ich viel Zeit mit meiner Enkeltochter Edna Sol im Garten. Eine wunderbare Gelegenheit ihren Horizont und eher vielleicht auch meinen zu erweitern. So gelehrig und wach wie sie heute wieder schaut, wäre ein Naturkundeunterricht bei diesem  frühlingshaften Sonnentag im Garten sicher angebracht und genau das Richtige.

Der Rosenstrauch gegenüber unserer Sitzgruppe wiegt sich leicht in einer lauen Brise und die langen Stiele wippen sachte hin und her.

“Was ist das für eine Blume?“ Mit dieser Frage beginne ich den Freiluftunterricht.

„Mmbba“ antwortet  Edna spontan und schaut mich erwartungsvoll an.

„Richtig!“ antworte ich verblüfft, „eine Rose. Und kannst du mir auch die Farbe sagen?“

„Mmbubub“.

„Nein“ werfe ich ein, „nicht gelb; überleg noch mal!“.

„Mmbubaa“ kommt von Edna nach kurzem kritischem Nachdenken.

„Richtig, rot!“. Ich bin total von den Socken. So ein kluges Kind. Wer ihr das nur beigebracht hat? Sicherlich ist das eine reine Erbsache, denn bislang haben wir noch nie über Pflanzen gesprochen. Das scheint mir total logisch. Und wahrscheinlich kann sie sich auch gerade sehr gut konzentrieren, da im Moment Ablenkung von außerhalb des Hauses nur eingeschränkt  möglich ist. Da Edna auch noch kein Smartphone hat, ist sie sehr aufgeschlossen und wissbegierig.

Wie aus dem Nichts entwickelt der Unterricht seine eigene Dynamik. Seit 2 Tagen sind die Schwalben aus Afrika zurück und wir können sehen wie sie im Tiefflug vom Teich Wasser aufnehmen.

“Abrrr??“ fragt Edna und deutet auf die Schwalbe.

„Fast richtig“ lobe ich Klein-Edna. „Aber es ist kein Spatz, der sieht anders aus“. „Apfffffff?“. Also das Kind ist ja wahnsinnig. Ja! Richtig. Eine Schwalbe. Ich kann es nicht fassen. Wo hat das Kind nur seine Weisheit her? Noch nie hat ihr jemand was über Schwalben erzählt. Ich wechsle nun das Lernfach und gehe zur Mathematik über.

„Also, das ist eine Schwalbe. Wenn jetzt noch eine Schwalbe daneben fliegt, wie viele Schwalben fliegen dann zusammen, na?“.

„Prrrrpffff“ antwortet das Kind.

Ich schüttele den Kopf, aber nicht weil die Antwort verkehrt wäre. Nein, im Gegenteil, die Antwort „zwei“ ist vollkommen richtig! Möglicherweise liegt es an der Sonne, dem herrlichen Wetter oder einfach an der kindlichen Freude etwas Neues zu Lernen. Der Wahnsinn.

Jedenfalls ein gescheites Kind. Woher kann die so was nur schon wissen? Ich hätte das früher nicht gewusst, geschweige denn hätte ich mich in dem Alter schon verständlich ausdrücken können. Aber die Kinder sind ja heutzutage weiter als wir damals und wenn man sich auch noch mit ihnen beschäftigt, dann erst recht.  Klar ist der Wortschatz mit   5 Monaten noch eingeschränkt, aber ein bisschen Stolz bin ich schon, schließlich hat sie ja meine Gene. Ich bin gespannt was sie alles spricht wenn sie noch 1-2 Monate älter ist.

Also nutzt die Zeit, nehmt das Positive an den Einschränkungen mit und beschäftigt euch mit euren Kindern oder Enkeln, soweit sie im selben Haus wohnen.

Ihr werdet jeden Tag aufs Neue überrascht sein.

Weniger Kondensstreifen = bessere Welt??

Weniger Kondensstreifen – der Weg in eine bessere Welt?

Gerne liege ich jetzt im erwachenden Garten und schaue in den Himmel, der zur Zeit gerade sehr blau ist, vielleicht intensiver blau als früher, oder kommt es mir nur so vor? Keine Flugzeuge und keine Kondensstreifen, ja das fällt auf. Und auch mehr Ruhe, es ist definitiv ruhiger; weniger Geräusche aus den Häusern, weniger Hintergrundlärm von der Autobahn, deren Geräuschnebel sonst Tag und Nacht zu hören ist. Nicht, dass er stört, aber jetzt fällt sein „Leisersein“ doch auf. Und der Geruch und die Luft, riecht es nicht irgendwie reiner und klarer oder verfalle ich auch dem Hype der Zeit, nur eben anders herum?? Oder ist es nur die Hoffnung, dass die Situation so bleiben möge, zumindest die Wirkung auf das Klima und der persönliche Benefit für ein Leben in ruhigerem Fahrwasser, welches sonst so aufgewühlt scheint?

Nicht, dass ich die Situation wollte, die Erkrankung, die leichte Ansteckbarkeit, das mögliche tödliche Risiko, die Verzweiflung der Menschen dort wo es viele Erkrankte und Tode gibt, Verzweiflung bei den Angehörigen und bei denen, die im Gesundheitssystem arbeiten. Die Lösung und das Ende der Krise sind noch nicht in Sicht. Doch da ist Hoffnung in mir, dass es an mir, meinen Nächsten und Bekannten ohne Schaden vorbeigehen möge. Und es gibt auch die Hoffnung, dass die Zeit danach irgendwie anders und überlegter ist, ruhiger, stressfreier und reiner.

Hätten wir, oder lass mich sagen die Menschheit, dieselbe Energie nur schon vorher hineingesteckt in die Harmonisierung des Weltlaufes; hätten über die Folgen der Aufrüstung, der absoluten Globalisierung, der Ausbeutung und der Klimafrevelei nachgedacht, vielleicht wäre das alles nicht so passiert. Täglich muss man sich wehren gegen die Meinung von verschiedenen Personen, die die „Wahrheit“ hinter dem ganzen Geschehen erkennen wollen, und dass „Alles“ einem geheimen Plan folge, die Welt zu vernichten und Profit daraus zu schlagen. Das ist mir zu billig und zu viel Weltuntergang. Der Lauf der Erde wird weitergehen und die Hoffnung ist da, dass Veränderungen eintreten.

Als Imker habe ich schon oft die Erfahrung gemacht: die Bienen wissen schon was sie tun, sie haben einen inneren Plan und korrigieren oft Fehler, die ich als Anfänger noch gemacht habe, wieder zum Guten. Man muss sie nur lassen. Man muss auch die Welt lassen und sie nicht permanent verändern wollen. Auslenkung haben wir genug, jetzt wäre mal wieder Einlenkung dran, mehr Yin oder ein Meer von Yin in den Weltlauf.

Ich werde meinen persönlichen Messparameter für die Krise und für die Weltbelastung, die Kondensstreifen der Flugzeuge am Himmel weiter beobachten. Früher manchmal fünfzehn auf einmal  ….. und jetzt gerade keiner. Sensationell !!!

Einladung in Zeiten der Krise

Einladung zum Abendessen

Weil uns, aufgrund der geforderten Einschränkungen, schon nach kurzer Zeit die gewohnten Sozialkontakte fehlten, hatten wir uns gedacht, ein befreundetes Ehepaar zum Abendessen einzuladen.  Diese hatten, nach einigen Überlegungen, auch mehr oder weniger spontan zugesagt. Also ging ich zum Einkaufen, besorgte Gemüse,  Hähnchenbrustfilet und Kartoffeln. Das Abendessen mit kurzgebratener Hähnchenbrust  an einer Chilimarinade und Ofengemüse war schnell gerichtet und pünktlich um 19:00 Uhr ging die Türklingel und die Gäste trafen ein. Wir begrüßten uns alle im vorgeschriebenen 2 m Abstand und begaben uns in das Esszimmer. Nachdem sich die Gäste an den Tisch gesetzt hatten, konnte ich unter Verwendung eines Mundschutzes schon das Essen servieren.

Unser Esszimmer ist sehr klein und wir waren uns bewusst, dass wir ja schon alleine mit der bloßen Einladung die aktuellen Vorgaben von Zusammenkünften mehr als ausgereizt hatten. Deshalb wünschten wir den Gästen, nach dem Umfüllen eines fränkischen Rotweines aus dem Dekantiergefäß in die Weingläser, einen guten Appetit und gingen, solange diese aßen, ins Wohnzimmer, wo wir derweilen in der Mediathek eine Reportage über die Klimaprobleme in der Antarktis schauten. So konnten unsere Gäste, durch die räumliche Trennung ohne Gefahr für Ansteckung, das Abendessen in aller Ruhe zu sich nehmen.

Nach 45 Minuten tauschten wir die Räumlichkeiten. Wir aßen das, was unsere Gäste übrig gelassen hatten, während diese im Wohnzimmer in der Mediathek die  Wiederholung der Reportage über die Klimaprobleme in der Antarktis schauten.

Nachdem wir auch noch die Nachspeise genossen hatten, verabschiedeten wir unsere Gäste auch schon wieder, denn der nächste Tag schien durch das amtlich verordnete „Nichtstunkönnen“ ungewohnt und anstrengend zu werden. Da sie den Weg nach draußen schon von früher kannten, mussten wir sie auch nicht zur Haustüre geleiten.

Alle fanden, dass dies ein wunderbarer Abend gewesen sei, auch wenn wir gar nicht viel miteinander gesprochen hatten. Einmal haben wir sogar überschwänglich gelacht, als mir ein Stück Kartoffel in die Soße viel und mir mein Hemd vollspritzte.

So kann man auch in Zeiten der Krise einen lustigen und harmonischen Abend im Kreise von Freunden verbringen und auch noch fast alle Regularien beachten.

Es wäre allerdings blöd gewesen, hätte ich unseren Freunden erzählt, dass ich schon am Vorabend, wie mein Freund, mit dem ich in Südtirol beim Skifahren gewesen war, Fieber, Kopfschmerzen und trockenen Husten hatte.

Die wären womöglich sonst gar nicht gekommen.

Bin so klein, dass ich unsichtbar bin

Bin so klein, dass ich unsichtbar bin.

Sehr lange lebte ich schon im fernen Asien; ich kann mich gar nicht erinnern wie lange. Mein Wohnort war ein kleiner Turm und meine Wohnhöhle das flauschige warme Fell einer Fledermaus. Jeden Abend umkreiste ich, zusammen mit allen Fledermäusen, den alten Turm in dem wir wohnten. Und jeden Abend blickte ich in die Ferne und fragte mich, was wohl hinter dem weit entfernten Horizont zu finden sei. Doch wie die Zeiger einer Uhr, die nach 12 Stunden immer wieder an derselben Stelle stehen, kehrten auch die Fledermäuse immer wieder in ihren Turm zurück, ohne jemals weiter zu fliegen.

Eines Tages gelang es mir jedoch – und es bedurfte nur einer winzigen Änderung meines Genoms – die Fähigkeiten zu erlangen, auch auf und in den Menschen wohnen zu können. Natürlich habe ich das sofort ausgenutzt, wenngleich meine Wohnhöhle im Mund jetzt feucht und schleimig war. Schnell habe ich gelernt, von einem Menschen zum anderen zu springen, wobei ich mich munter vermehrte. Jetzt musste ich nicht mehr im Turm bleiben, sondern die Menschen trugen mich, ohne mein zutun, von Ort zu Ort, in immer fernere Gegenden und mit einer ungeahnten Geschwindigkeit. Was für ein Abenteuer war das für mich.

Zugegeben, vielen Menschen tat ich gar nicht gut, doch sie brauchten sehr lange, um zu bemerken, dass ich an ihrem plötzlichen Elend schuld war. Wie sich auf einmal die Welt veränderte, kaum dass ich sie kennengelernt hatte. Die Menschen weigerten sich jetzt, aus dem Haus zu gehen, sich zu treffen oder ihre Kontakte zu pflegen. Das machte es mir natürlich schwer, aber immer wieder traf ich auf Ausreißer, die sich nicht dem empfohlenen System der sozialen Enthaltung anpassen wollten.  So erreichte ich schnell alle Kontinente, alle Kulturen, alle Ordnungssysteme, eben die gesamte Welt. Nur einige wenige Ecken habe ich noch vor mir.

Nie hätte ich mir diesen Erfolg träumen lassen. Nie hätte ich mir träumen lassen, dass meine Winzigkeit die stärksten Festungen dieser Welt zum Wanken bringt. Unterschätzt haben sie mich, die Menschen, in ihrer Eitelkeit und in ihrem Wahnsinn. Zu wenig nachgedacht haben sie, die Menschen, in ihrer Gier nach Leben und in ihrer Gier nach Konsum. Jetzt sitzen sie da, auf ihren Kontinenten, in ihren Ländern, in ihren Häusern, und trauen sich nicht mehr heraus. Sie wissen noch nicht, die Menschen, dass das Leben in Zukunft ein anderes Leben ist, nein, sein muss, damit sich die Erde weiter drehen kann. Nicht die Atombombe oder das Klima waren letztlich das Sandkörnchen im Getriebe des Lebens und des Daseins, sondern Ich. Ich in meiner gewaltigen Winzigkeit. Könnte mich totlachen.

Bald werden sie mich kriegen und einfangen, das ist klar. Trotzdem hatte ich ohne Zweifel einen interessanten und aufregenden Ausflug. Vielleicht probiere ich es in einigen Jahren wieder mal. Muss nur mein Genom wieder ändern. Nichts einfacher als das!!!

Ich

Ein Tagebuch hat es nie gegeben. Als ich noch jünger war, hätte ich niemals meine Gedanken einem Tagebuch anvertraut.

Jetzt, im fortgeschrittenen Alter, macht mir das gerade gar nichts mehr aus, ganz im Gegenteil. Ich würde mich freuen, wenn meine Gedanken, Lieder, Texte und Geschichten einen Wiederhall finden und unterhalten, oder auch nachdenklich machen.

Warum gerade jetzt?

Die Zeit ist ein wichtiger Faktor. Zeit dafür haben, Zeit die Gedanken zu zulassen, Zeit die Gedanken aufzuschreiben. Dann kommen auch noch einige Faktoren zusammen: die inspirative gemeinsame Musik mit der Familie und Freunden, der Übergang in das Rentnerstadium, die Geburt der Enkelin, die Ruhe vermittelnde „Coronazeit“ und der permanente „Antrieb“ durch die nicht hyperaktiven, aber doch vielschichtig agilen eigenen Kinder, die einen anderen und jüngeren Blick auf das Geschehen in der Welt erlauben. Vielleicht möchte ich einfach nur mithalten ?

Meine Beiträge sind eigene Liedtexte, Melodien dazu, Geschichten und Kinderlieder. Man kann sie lesen, behalten, darüber nachdenken und sie reflektieren. Auf jeden Fall ist es eine Freude für mich wenn sie geteilt werden, im Herzen bleiben, oder sonst irgendwie beachtet werden.