Trippel Trappel auf der Pappel
Ameisenfamilie Appel lebte hier im Park auf einer Pappel. Was war das für vielbeiniges Gezappel, wenn Familie Appel, unter lautem Gepappel am Sonntag spazieren geht. Es war eine hohle Pappel, deshalb macht es immer viel zu laut „Trippel-Trappel“, das war auf Dauer inakzeptabel.
Deshalb lebten sie jetzt mit dem ganzen Volk zusammen im Park auf zahlreichen sich gleichenden Eichen, zwischen den Deichen. Heute war Sonntag und sie wollten ihre Verwandten besuchen, später auch Tante Meike, so eine neureiche Bleiche auf der Nachbareiche. Der Kuchen müsste ausreichen, rief die Mutter, wir müssen ihn nur noch anstreichen und dazu den Guss einweichen. Dazu müsstest du mir den Zucker reichen und dann aufpassen, dass keiner sich mit dem Kuchen traut zu entweichen. Den Kuchen können wir der Tante Meike schnell hineinreichen, das wird ihre Gesinnung, auch wenn wir uns anschleichen, ausgleichen. Aber bleibt auf dem Weg, sonst liegt ihr auch unter den Eichen, wie diese zahlreichen Blindschleichenleichen, die schon in der Sonne bleichen.
Und sie bewegten sich „Trippel Trappel“ von der Pappel und den Eichen auf die nächste Kiefer zu Onkel Dieter, aber 2 Stockwerke tiefer. Denn höher gab es Ungeziefer, deshalb hatte er ein Dach aus Schiefer und wenn er sie sah, dann lief er ins Haus und selbst am Nachmittag da schlief er mit offenem Unterkiefer. Er war so müde, denn in der Nacht machte er Jagd auf Borkenkiefer.
Also weiter zur Tante Hanne auf der Tanne. Hier wurde der Kaffee serviert in einer Milchkanne, denn die Thermoskanne hatte eine Panne und der Kaffee lief in die Badewanne. Die Töchter Susanne und Anne planten gerade ihren Urlaub in der Savanne, hatten aber eine Autopanne.
Also weiter bis zu den Fichten, dort wohnten die jüngsten Nichten. Auch die Kinder dort hatten Plichten, erzählten Geschichten und mussten in Schichten das Haus abdichten. Als Onkel Hans und Tante Erika damals ehelichten, trug er einen Anzug, so einen blickdichten und musste ihrer Ehe zu pflichten, wobei er sagte, ich will nie mehr auf dich verzichten.
Wir wollten das nicht weiter wichten und zogen auf den nächsten Baum, eine Sommerlinde, dort lebte Tante Sieglinde hinter einem Stück der Rinde. Sie trug immer so eine Halsbinde mit Punkt, denn sie war eine Blinde. Heute trug sie eine Damenbinde, denn sie hatte es mit der Nebennierenrinde, außerdem plagten sie die Winde und deshalb rief sie meiner Mutter zu: „verschwinde mit dem Kinde von meiner Linde“!
Das war schade und so gingen wir zum Abschluss auf einen Strauch mit Haselnuss, der liegt unten direkt am Fluss. Dort bekam Mamma von Onkel Julius einen dicken Kuss. Ach was für ein Genuss, rief die Mamma, erzähl keinen Stuss, rief der Papa, und beachte den Bus, sonst bist du Mus. Das wäre dann wäre zu allem Überfluss, für dich ein Warnschuss.
Was für ein Tag, sagte erschöpft die Ameisenmamma Appel, immer nur dummes Gepappel und Gezappel und Trippeltrappel. Ich fände es schön, wäre ich wieder, wie früher, zu Hause auf der Pappel!
Fao210317